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Spezialführung anlässlich des Todestages von Joseph Beuys

Seit den frühen Jahren seiner künstlerischen Arbeit war Joseph Beuys (1921 bis 1986) mit dem Kaiser-Wilhelm-Museum in seiner Geburtsstadt Krefeld verbunden.

Anlässlich seines Todestages am 23. Januar führt Dr. Magdalena Holzhey in der Reihe „Kunst am Mittag" Besucher am Mittwoch, 24. Januar, um 13.15 Uhr durch die Beuys-Räume im Kaiser-Wilhelm-Museum. Die Exponate bilden weltweit eine der wenigen Rauminstallationen von Joseph Beuys, die an ihrem Ursprungsort unverändert erhalten geblieben sind. Zu der Spezialführung muss lediglich der Eintritt bezahlt werden.

In keiner Region konzentriert sich heute Leben und Werk von Joseph Beuys wie am Niederrhein: Geboren 1921 in Krefeld, aufgewachsen in Kleve, Studium und Lehre in Düsseldorf. Seit den 1970er-Jahren befindet sich im Kaiser-Wilhelm-Museum eine der wenigen noch erhaltenen Rauminstallationen des Künstlers. Aus sieben Werken bildete Beuys dort eine eigene „Werkgruppe" mit der Barraque D'Dull Odde (1961 bis 1967) als geistig-künstlerischem Zentrum. 1977 schuf er dafür im Museum eine permanente Installation. 1984 wurde sie von Beuys vollendet, indem er einen zweiten Raum hinzufügte. Der Museumsraum wurde dabei nicht nur körperlich, sondern auch konzeptuell in die Gestaltung mit einbezogen.

Als Sohn des Kaufmanns Josef Jakob Beuys und Johanna Maria Margarete Beuys wurde er am 12. Mai 1921 in Krefeld geboren. Der Vater lebte bereits seit 1910 zuerst an der Königstraße, nach mehreren Umzügen seit 1920 dann mit seiner Frau am Alexanderplatz 5. Nur wenige Monate nach der Geburt ihres Sohnes zog die Familie Beuys nach Kleve, wo Joseph Beuys aufwuchs. Doch schon seit dem Beginn seiner künstlerischen Entwicklung gab es eine Verbindung zwischen ihm und dem Kaiser-Wilhelm-Museum in seiner Geburtsstadt sowie dem Dichter Rainer Lynen, der in einem der „Kullhäuser" wohnte. Dort fand 1948 eine Ausstellung mit dem Dichter statt und im selben Jahr wurden im Kaiser-Wilhelm-Museum seine Arbeiten „Leuchtturm", „Roter Berg" und „Liegendes Schaf" gezeigt. Aus einem 1951 beginnenden Briefwechsel mit dem damaligen Museumsdirektor Paul Wember geht zudem hervor, dass sich beide schon länger gekannt haben. Wember versuchte, dem jungen Absolventen der Kunstakademie Aufträge und Ankäufe zu vermitteln. Die Stadt Krefeld kaufte Anfang der 1950er-Jahre den „Brunnen" an, bis zum letzten Ankauf 1976 gelangten mit Hilfe des Künstlers 53 weitere Arbeiten nach Krefeld, darunter mehrere große Plastiken.

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